Alben & Lieder

Fahrn's amal

1968, Text/Musik: Georg Kreisler

Fahrn s‘ amal, fahrn s‘ amal mit der Straßenbahn ins Grüne.
Fahrn s‘ amal, fahrn s‘ amal mit der Straßenbahn hinaus.
Ja, die Vogerln, die werd’n singen,
und im Rucksack werdn s‘ was bringen,
und das werd'n Sie dann verschlingen,
und dann fahrn s‘ halt z’rück nach Haus.

Oder:
Gehn s‘ amal, gehn s‘ amal einen Nachmittag ins Kino.
Gehn s‘ amal, schaun s‘ amal, ob man Sie zufrieden stellt.
Jeder Gangster kommt ins Rutschen,
und die Liebespaare knutschen,
Ihre Zuckerln derfn s‘ lutschen,
aber sonst ist’s schad ums Geld.

Liebn s‘ amal, liebn s‘ mal so a zuckersüßes Mäderl,
liebn s‘ amal, liebn s‘ amal, und dann gebn s‘ ihr halt ein‘ Kuß.
Erst erzähln s‘ ihr lauter Lügen,
dann wird’s weinen und sich fügen,
und dann wird sie Sie betrügen,
und damit ist wieder Schluß.

Gehn s‘ amal, gehn s‘ amal mit a Spatz’l in a Wirtshaus.
Gehn s‘ amal, gehn s‘ amal und besaufen sich mit G’walt.
Ja, der Kopf wird Ihnen brummen,
und der Wein wird Sie verdummen,
und am Schluß werdn s‘ noch verkummen
in der Trinkerheilanstalt.

Lebn s‘ amal, lebn s‘ amal, wie das heut schon so modern ist.
Lebn s‘ amal, lebn s‘ amal und verdienen s‘ nur Ihr Brot.
Erst verprügelt Sie Ihr Lehrer,
dann die Kinder den Ernährer,
wenn Sie alt werd’n, wird’s nur schwerer,
und am Schluß holt Sie der Tod!
Aber noch ist’s net soweit,
bis dahin haben s‘ ja noch Zeit,
erst

fahrn s‘ amal, fahrn s‘ amal mit der Straßenbahn ins Grüne.
Fahrn s‘ amal, fahrn s‘ amal mit der Straßenbahn hinaus.
Fahrn s‘ amal.
Fahrn s‘ amal!